Religion 13.3
Wie stelle ich mir eine Auferstehung vor?
Spiegel der Scheinwelt
Ich öffne meine Augen, eins nach dem anderen.
Ich stehe auf und es fühlt sich nicht mehr so an,
als würde die Last meiner Schultern mich runterdrücken....
Als würde das Leben, das auf mir sitzt, mich ersticken
und meine Gleichgültigkeit schmücken.
Ich stehe auf mit plötzlicher Leichtigkeit, Freude und Lebenslust.
Verabschiede mich von meiner täglichen Begleiterin, der Frust.
Die Last, Trägheit und Schwere ist verschwunden, verblasst.
Mein plötzliches Gefühl zu einem Gedicht verfasst.
Die schwarze Leere hinterläßt nur einen leichten Duft in der Luft,
wie der Geruch des Regens nach einem Sturm auf der Flucht.
Ich springe, renne, tanze, gefangen in einer kitschigen Romanze.
Umhüllt von Farben, Blumen und Stille und frei von menschlichen Gebrülle.
Du sollst so sein, so aussehen, so leben....
Denn nur dann kannst du Aufmerksamkeit erregen!
Nur dann werden Menschen dich lieben, dich schätzen.
Du musst bloß diese fröhliche Maske aufsetzen.
Lächle, ihnen ist es egal wie du dich wirklich fühlst.
Sei nett, sie sollen nicht denken du wärst arrogant und eingebildet.
Nimm ab, sie sagen es ist hässlich dick zu sein. Kurven sind Zeichen der Schwäche.
Dünnheit ist nicht schwer, einfach erbreche!
Doch ich drehe das Radio der Stimmen runter,
all meine Emotionen hängen kopfunter.
Ich absorbiere die Melodie, die mich umarmt und
spüre wie meine Wut immer mehr verarmt.
Mit jedem Schritt, den ich gehe, immer weiter
mein neues Leben ersehe....
Bereit auf alles was noch kommt
blicke ich sehnsüchtig zum Horizont.